Henning Sybertz ist Koordinator der Einheitlichen Ansprechstellen für Arbeitgeber im Rheinland bei LVR-Inklusionsamt.
Worin besteht deine Tätigkeit als Koordinator der Einheitlichen Ansprechstellen für Arbeitgeber (EAA) im Rheinland?
Als Koordinator der EAA im Rheinland bin ich die Schnittstelle zwischen dem LVR-Inklusionsamt und den EAA-Fachberatenden mit ihren jeweiligen Trägern, bei denen sie angestellt sind. Ich vermittle zwischen den Fachberatenden, den verschiedenen Abteilungen im Inklusionsamt und den Trägern und stelle die Zusammenarbeit sicher. Außerdem bin ich erste Ansprechperson für die EAA-Fachberatenden: Ich bin Vermittler in allen Situationen und auch die Ansprechperson, wenn es mal Schwierigkeiten gibt. Meine Aufgabe ist es auch, die EAA im Rheinland weiterzuentwickeln. Dabei geht es um die verschiedensten Bereiche von der digitalen Falldokumentation und der Qualitätssicherung der Beratungen bis hin zur Öffentlichkeitsarbeit für die EAA.
Wie arbeiten die EAA? Und wie sieht eine typische Erfolgsgeschichte der EAA in einem Unternehmen aus?
Die EAA informieren, beraten und unterstützen Arbeitgebende im Kontext der beruflichen Inklusion – so lautet der gesetzliche Auftrag. Das Oberthema ist letztendlich das gleiche wie das des Inklusionsamts, nämlich Arbeitsplätze für Menschen mit Schwerbehinderung zu schaffen und zu erhalten. Der Fokus liegt bei den EAA auf den Arbeitgebenden. Sie kommen mit all ihren Anliegen und Problemlagen rund um das Thema Inklusion auf die EAA-Fachberatenden zu und bekommen von ihnen Unterstützung. Die EAA stellen zielgerichtet die richtigen weiteren Kontakte für die Arbeitgeber her, beispielsweise zu den Integrationsfachdiensten, dem Technischen Beratungsdient oder auch der Agentur für Arbeit.
Für mich ist eine typische Erfolgsgeschichte die gleichberechtigte Teilhabe. Dass bedeutet, dass wenn der Arbeitgeber einen Mitarbeitenden mit Schwerbehinderung hat, er diesen als Mitarbeitenden sieht. Und eben nicht als Menschen mit Schwerbehinderung, der bei ihm arbeitet. Und umgekehrt sollte sich der Mitarbeitende als Mitarbeitender fühlen und nicht als jemand, der eine außerordentliche Position im Unternehmen hat, der in irgendeiner Form benachteiligt oder bevorzugt wird.
Wenn du dir ein Idealbild der beruflichen Inklusion allgemein ausmalen könntest, wie sähe das aus?
Mein Idealbild sähe so aus, wie die Erfolgsgeschichte aussieht: Die Mitarbeitenden mit Schwerbehinderung sind ganz einfach Teil des Teams und Mitarbeitende, wie alle anderen. Das Ziel ist gleichberechtigte Teilhabe und bedeutet, dass der Mensch mit Schwerbehinderung ganz einfach gleichberechtigter Teil der Gesellschaft ist.

